Vom Bild zur Geschichte

Das MinutenBuch · LivreDesMinutes · BookOfMinutes ist ein fortlaufendes künstlerisches Projekt aus Zeichnungen, Geschichten, Schriftbildern und Stimmen. Ausgangspunkt sind Zeichnungen, die keine Geschichte vorgeben. Menschen wählen ein Bild und reagieren darauf mit einem eigenen Beitrag.

Teilnehmende eines MinutenBuch-Treffens sitzen gemeinsam und schreiben.
Treffen zum MinutenBuch

Begegnung

Bei den Treffen zum MinutenBuch kommen Menschen zusammen, die sich häufig vorher nicht kennen. Sie kommen aus unterschiedlichen Zusammenhängen und Kulturen und sprechen verschiedene Sprachen.

Ausgehend von den Zeichnungen entstehen Geschichten, Erinnerungen, Gedanken und Schriftbilder. Beim Schreiben, Vorlesen und Anschauen entwickelt sich zwischen den Teilnehmenden eine überraschend persönliche Nähe.

Jeder Beitrag steht für sich und wird in seiner Eigenart wahrgenommen und wertgeschätzt. Gerade die unterschiedlichen Ansätze machen die Treffen lebendig: dieselbe Zeichnung kann vollkommen verschiedene Geschichten hervorrufen.

Dabei muss nicht jedes Wort und nicht jede Sprache verstanden werden. Stimme, Rhythmus, Handschrift, Bilder und die Reaktionen der anderen vermitteln oft etwas, das über eine wörtliche Übersetzung hinausgeht.

Vom Stundenbuch zum MinutenBuch

Die Idee geht auf mittelalterliche Stundenbücher zurück: bebilderte Bücher, die den Tageslauf in einzelne Stunden gliederten.

Aus diesem Prinzip entstand das MinutenBuch – 60 Bilder, 60 Zeiteinheiten. Der erste Band umfasst die Zeichnungen 1–60, der zweite die Zeichnungen 61–120. Weitere Bände können folgen.

Ein wachsendes Archiv

Die bei den Treffen entstandenen Texte, Schriftbilder und Stimmen werden den jeweiligen Zeichnungen zugeordnet. So wächst um die Bilder ein mehrsprachiges Archiv sehr unterschiedlicher Perspektiven.

Die Zeichnungen bleiben dieselben. Mit jedem neuen Beitrag verändert sich jedoch, was in ihnen gesehen und erzählt werden kann.

Am Ende eines Treffens gehen die Teilnehmenden wieder auseinander. Der gemeinsame Raum löst sich auf – die Geschichten bleiben.

Was bleibt, ist das Gefühl intensiv erlebter Minuten.