Bild oder Beitrag suchen
Gesucht wird in Bildnummern, den deutschen, französischen und englischen Bildtiteln sowie in den Überschriften der Beiträge.
25
Liebesei  /  Œuf d’amour  /  Love egg

Beiträge zu diesem Bild · 1

ohne Titel — Lisa de
Aufgrund einer Verstrickung verschiedener Begegnungen, die ein kleiner Junge im Ruhrpott erlebte, die an dieser Stelle allerdings nicht weiter aufgeführt werden sollen, kam es, dass eine Comic-Zeichnerin in Japan das tat, was ihre Berufung war. Sie zeichnete einen Comic und schrieb so die Lebensgeschichte des Jungen aus dem Ruhrpott um.
Einst gab es ein kleines Örtchen in einem fernen Land, in dem Zuckerwatte von den Bäumen wuchs und Zitronenlimonade durch Bäche rauschte. Alle Bewohner waren einzigartig. Jeder auf seine eigene Art. Es gab den bärtigen Bäcker am Dorfplatz, den frechen Fischer am Hafen, der die Dorfbewohner jeden Morgen mit frischem Fisch versorgte, die majestätische Malerin, die Jung und Alt mit ihren Gemälden verzauberte. Dann gab es noch den kecken Kioskbesitzer, die lustige Lehrerin und viele viele andere Menschen. Auch der kleine Lasse lebte in dem Ort.
Er wohnte mit seinen Eltern in einem kleinen Fachwerkhaus in einer Seitenstrasse des Marktplatzes. Jeden Tag beobachtete er das bunte Treiben auf dem Platz. Künstler aus aller Welt, die ihr Handwerk vorführten, Tänzer und Händler mit den buntesten Gewürzen und glitzerndsten Stoffen waren dort um sich mit den Bewohnern des Dorfes auszutauschen.
Der kleine Lasse allerdings war sich noch nicht so
sicher, wo er in diesem Treiben seinen Platz finden sollte. So kam es wohl auch, dass er eines Nachts träumte, der schöne Schneider von nebenan biete ihm ein interessantes aber auch gefährliches Angebot an. Er sagte er könne Lasse einen Reißverschluss in den Nacken einnähen, mit Hilfe dessen er sich von seiner jetzigen Erscheinung lösen und eine neue Gestalt annehmen könne. So könne er genau der Mensch sein, der er zu sein träumte. Lasse war diese Idee sehr unheimlich, aber er willigte trotzdem ein. Ein dunkler Strudel zog ihn in sich hinein. Plötzlich sah er das Dorf, in dem er lebte in einer veränderten Form.
Er sah an sich herab. Er sah genauso aus, wie er es sich gewünscht hatte, aber er war sich selbst fremd. Er ließ den Blick über den Marktplatz schweifen. Eine Frau saß zusammengekauert im Arm eines Mannes. Der Schatten ihres Reißverschlusses zeichnete sch noch immer auf ihrem Rücken ab. Sie weinte.
Schriftbild